Sie erleben jetzt ein Musikstück. das so lange dauert wie es heißt.
Sie erleben ein Stück Musik, das für einen oder beliebig viele Musiker komponiert wurde.
Im Jahr 2004 führte beispielsweise das BBC Symphony Orchestra das Stück auf.
Zu dieser Komposition existiert eine Partitur, die man beim Peters-Verlag für 9,80 € erwerben kann. Ich kann mir vorstellen, dass die ein oder der andere vielleicht danach einen Blick hineinwerfen möchte. Ich lege sie Ihnen, nachdem ich das Stück für Sie interpretiert habe, hinten aus.
Die drei Sätze, aus denen das Werk besteht, heißen: Tacet – Tacet – Tacet. Er, sie, es schweigt. Hören Sie nun von John Cage Vier Minuten Dreiunddreißig. Viel Vergnügen.
Archiv für die Kategorie ‘Kurz notiert’
Anmoderation
Geschrieben von theiresias - 26. Februar 2012
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Theiresias feiert Fasching I: Wirtschaftsfasching im Meeting Point
Geschrieben von theiresias - 17. Februar 2012
Quetschkommode, Schifferklavier, Ziehharmonika oder Akkordeon. Dieses Instrument hat viele Namen und sein Ruf ist nicht der beste. Zu Unrecht, wie Götz Fritsch mit einem Hörspiel bewiesen hat. Zum musikalischen Juxen gibt es gar kein günstigeres Instrument. Man hängt es sich um den Bauch, füllt damit, je nachdem wie stark man zieht, auch große Räume und die Grundbässe und Grundharmonien (Dur, Moll, Septakkord) lassen sich bequem über Knöpfchen bedienen. Damit gelingt manchmal auch noch berauschendes Unterhalten, wenn man selbst schon berauscht. Ein Glas Wein oder ein Bier gehört beim Geselligen Musizieren auch dazu.
Hierzu lädt heute der Meeting Point in Rheinstetten Mörsch. Im letzten Jahr haben wir hier in Loser Besetzung musiziert: Trompete, Posaune, Horn und was halt sonst so da war. Wer in diesem Jahr sein Instrument mitbringt, wird sich erst heute Abend offenbaren. Hervorragendes Bier läuft aus dem Hahn, ab ca. 20:00 Uhr bin ich da … natürlich mit Instrument …
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Gebrauch von Apple Produkten langfristig schädlich
Geschrieben von theiresias - 15. Januar 2012
Ich habe hier glaube ich noch nie davon geschrieben, dass ich seit einigen Jahren verstärkt Computer und Kleingeräte der Firma Apple benutze. Nun ist es aber definitiv Zeit, dies nachzuholen, denn der Gebrauch von Software und Hardware aus diesem Haus hat in meinem Fall zu geistiger Verarmung und infantilem Produktvertrauen geführt. Mit folgendem Szenario scheiterte ich heute grandios:
Ich brauche regelmäßig Dokumente (zumeist Ablaufpläne), die ich per Mail erhalte und in denen ich mir gerne Dinge farblich hervorhebe. Danach drucke ich sie aus und packe sie in mein Aktenköfferchen. Oft werden dann kurz vor Beginn der Veranstaltung Zusammenhänge geändert oder Programmpunkte umgestellt. Dies ergänze ich handschriftlich.
Mein Plan war dieser: Da ich mich bei dererlei Arbeitsabläufen sowieso der Standardsoftware des Computerkonzerns bediene (Mail und als Textverarbeitung Pages) jage ich diese Dokumente künftig in die iCloud und habe sie dann auf meinem Eitopf patsch zur Hand. Ein Vorteil für mich: Mit der standardmäßig mitgelieferten Vergrößerungssoftware des Eitopf kann ich die Schriftstücke auch noch angenehm lesen. Auch mit meiner mir selbst oft unleserlichen Handschrift müsste ich mich folglich nicht mehr rumärgern. Kommt ein Dokument, öffne ich es auf meinem Macbook in Pages, ergänze es, peppe es farblich auf, dass ich auch ja keinen Einsatz verpenne, und benutze dann das Menü Bereitstellen um es in die iCloud zu schießen.
Allerdings hatte ich die Rechnung ohne die genialen Apple-Entwickler gemacht, die es obsolet finden, die hauseigene Office-Suite unter Mac OS 10.7 mit einer automatisierten Anbindung an den hauseigenen Cloud-Service auszustatten.
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Karlsruhe: Musik zur Kombilösung oder Schilder einer Baustelle
Geschrieben von theiresias - 24. September 2011
Multimedia ist eine sehr alte Sache, wie ich schon an anderer Stelle auf dieser Seite nachzuweisen versucht habe. Insbesondere Komponisten mühten und mühen sich um die Transformation von Gemälden in Musik. Für Theiresias eine feine Sache, wurde ihm der Zugang zu ersteren nachhaltige durch die Lehrkörperin einer höheren Bildungsanstalt versalzen.
Zurück zur Sache: Modest Mussorgski komponierte nach einem Besuch einer Ausstellung seines zuvor verstorbenen Freundes Viktor Hartmann den Zyklus Bilder eine Ausstellung, in dem sich jeder Satz Mussorgskis mit einem Bild bzw. einer Zeichnung Hartmanns befasst. Ursprünglich für Klavier verfasst, wurde der Zyklus sehr schnell für viele andere Instrumente bearbeitet. Die vermutlich Berühmteste Verarbeitung dürfte die Orchesteradaption von Maurice Ravel sein. Insgesamt drei Bearbeitungen zählen die Autoren des Wikipedia-Artikels für die Orgel. Ob Carsten Wiebusch, Kantor der Christuskirche Karlsruhe, eine dieser Fassungen verwendet, oder ob er die Klavierfassung mit dem neuen Instrument der Christuskirche “orchestriert”, wie er es zuvor schon mit anderen Werken der Klavierliteratur getan hat, wird sich höchst wahrscheinlich wieder aus einer der sehr prägnanten und gut hörbaren Konzerteinführungen des Christuskirchen Kantors erfahren lassen.
Konzertbeginn ist 18:00 Uhr.
Übrigens gibt es heute Abend auf SWR 2 die Möglichkeit, die Klavier-Fassung schon einmal “vorzuhören”. Sie erklingt ab 20:03 Uhr in einem Konzert mit der Pianistin Anna Vinnitskaya.
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Nachmal “Danke”
Geschrieben von theiresias - 23. Juli 2011

Vor einigen Wochen spielte ich in der Ev. Kirche Hohenwettersbach anlässlich des 60 Geburtstages des Danke-Liedes, die Variationen über “Danke” von Susanne Kugelmeier. Da wir uns ja gewissermaßen im Jubiläumsjahr befinden, nehme ich die Stücke morgen mit in die Ev. Kirch Zum Guten Hirten, Karlsruhe Rintheim. Bis auf die Pavane werden alle Variationen zu hören sein. Gottesdienstbeginn ist um 10 Uhr. Herzliche Einladung.
Hier nochmal ein paar erläuternde Worte zum Lied, dessen Entstehung und der Bearbeitung für Orgel.
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Für Spießer und Blockwarte
Geschrieben von theiresias - 6. Juli 2011
Lieber Nachbarsmensch, mir unbekannt,
folgende Situation kennen Sie natürlich nicht. Sie kommen nach Hause und vergessen die Post mit hochzunehmen. Das brauchen Sie ja auch nicht kennen, das macht vermutlich Ihre Alte für Sie. Ich befand mich nun aber vorhin, 23:25 Uhr in dieser misslichen Lage und dachte mir: “Es geht nicht an, dass Du 1000 Mal am Tag Deine Twitter-Timeline durchsiehst und dann nicht schaust, was im Briefkasten liegt.” Mein Weg nach unten führte mich latent an der Küche vorbei und ich entsann mich des fast vollen Müllbeutels, der mich zu meinem nächsten Gedanken führte: “Wenn Du eh runtergehst, nimm ihn doch gleich mit.” “Gesägt, getun, getan”, um mit Onkel Hotte zu sprechen. Nachdem ich das Haus verlassen hatte, schlich ich feengleich zu den Entsorgungsbehältern, lüftete den Deckel, lies das Entsorgungsgut behutsam hineingleiten und senkte den Deckel sanft hinab. Ein leises plopp. Während ich darauf von Dannen schlich, vernahm ich Ihre dialektal stark gefärbten Worte, die ob der Nichtbeherrschung des Badischen seitens meiner geneigten LeserInnen hier im hochdeutschen, und da dadurch stark verfremdet, in indirekter Rede wieder gegeben werden: Was seien das für Menschen und was trieben sie den ganzen Tag, dass sie Nachts um halb Zwölf den Müll runterbrächten? Diese Frage ist grammatikalisch schlecht wiedergegeben. Aber, lieber werter Herr, ich bemühe mich sehr, Ihrer Sprechhaltung gerecht zu werden.
Ich hoffe die Lektüre des Theiresiasweb, kann Ihnen den Menschen näher bringen, der da zum Mülleimer schlich, ohne Sie werter Herr stören zu wollen. Wenn Sie dererlei allerdings derart anficht, suchen Sie bitte eine Therapeutin oder einen Therapeuten auf, denn ich gelobe keine Besserung.
Von Blockwart zu Blockwart grüßt so grimmig wie Sie grunzten Ihr
Theiresias
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Karlsruhe: Internationaler Orgelsommer 2011
Geschrieben von theiresias - 2. Juli 2011
Eine Organistin und vier Organisten aus fünf verschiedenen Ländern mit ganz unterschiedlichen Programmen und einigen Gemeinsamkeiten. Die erste scheint trivial, birgt aber beim vergleichenden Hören bzw. Erleben ein enormes Potential: Der Ort der Aufführungen. Wie schon in vielen vorhergehenden Jahren ist dies an den kommenden fünf Sonntagen die Ev. Stadtkirche in Karlsruhe. Mit einer in Klang und Spieltechnik spätromantisch orientierten großen Orgel und der “kleinen” Chororgel, die sich größtenteils am französischen Barock orientiert, in der aber auch bauliche Reminiszenzen an den Orgelbauer Gottfried Silbermann zu finden sind, bietet dieser Ort Instrumente unterschiedlichster Couleur, die zu stilistisch reichhaltigem und epochal breit gefächertem Spiel einladen.
Eine zweite Gemeinsamkeit ist der Komponist, dessen 200. Geburtstag es in diesem Jahr zu feiern gibt: Franz Liszt. Gleich vier der InterpretInnen spielen Werke aus seinem umfangreichen Orgelwerk, so dass fast nur die Frage bleibt: Wer darf das berühmte B A C H spielen?*
In seiner Dareichungsform kommt das Festival very british daher. Der Konzertbeginn ist 21:00 Uhr. Zuvor werden, zumindest war dies in den vergangenen Jahren so, erfrischende bis prickelnde Getränke gereicht. Für Kontext-Neurgierige bietet Stadtkirchenkantor Christian-Markus Raiser ab 20:00 Uhr* eine Gesprächsrunde an, in der man etwas über den/die InterpretIn oder die dargebotenen Stücke und deren Komponisten erfahren kann.
Schade ist auch in diesem Jahr, dass sich die Festival-Ankündigung auf ein pures Name-Dropping (Komponisten und InterpretInnen) beschränkt. Dies ist nicht nur nicht mehr zeitgemäß, sondern der Kunst hinderlich. Zugegeben, wenn jemand Werke von Reubke spielt, gibt es da nicht so viele Möglichkeiten, bei Liszt sind es dann schon eine Menge und bei Bach (welchem der vielen?) schier unübersichtlich.
Wer morgen also mit dem Gedanken spielt, eine Dauerkarte zu erwerben, sollte vorher das Programmheft erwerben und zunächst die Programme überfliegen.
* Nach Lektüre des Programmheftes: Niemand spielt sie (04. Juli 2011)
**Korrigierte Zeit (04. Juli 2011)
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“Die Bundesrepublik attackiert niemanden mit Viren und Würmern.”
Geschrieben von theiresias - 17. Juni 2011
„Die Bundesrepublik attackiert niemanden mit Viren und Würmern.“, sagte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich gestern im Interview mit dem Deutschlandfunk. Ich glaube dem Mann! Nicht, weil ich auf einmal an das Gute im Politiker glaube. Das tue ich so wenig, wie ich alle Politiker von vornherein für schlechte Menschen halte. Ich vermute, dass die Bundesrepublik Deutschland schlicht und ergreifend technisch dazu nicht in der Lage ist. Was hatte man Beispielsweise in der Bloggosphäre und sonst überall im Netz Angst vor diesem Bundestrojaner. Ein kurzer Tweet des Journalisten Peter Welchering entzauberte den Moloch. Bei dessen Entwicklung griffen die vom Steuerzahler geförderten Software-Spezialisten auf einen Exploit aus dem Jahr 2006 zurück.
Wie frisch mag da wohl das Wissen der 10 Experten sein, die sich nun um die digitale Verteidigung kümmern?
Natürlich Geheimsache!
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Theiresias feiert Fasching I: Wirtschaftsfasching im Meeting Point
Geschrieben von theiresias - 4. März 2011
Quetschkommode, Schifferklavier, Ziehharmonika oder Akkordeon. Dieses Instrument hat viele Namen und sein Ruf ist nicht der beste. Zu Unrecht, wie Götz Fritsch mit einem Hörspiel bewiesen hat. Zum musikalischen Juxen gibt es gar kein günstigeres Instrument. Man hängt es sich um den Bauch, füllt damit, je nachdem wie stark man zieht, auch große Räume und die Grundbässe und Grundharmonien (Dur, Moll, Septakkord) lassen sich bequem über Knöpfchen bedienen. Damit gelingt manchmal auch noch berauschendes Unterhalten, wenn man selbst schon berauscht. Ein Glas Wein oder ein Bier gehört beim Geselligen Musizieren auch dazu.
Hierzu lädt heute der Meeting Point in Rheinstetten Mörsch. Eine Musikgruppe, die dort regelmäßig probt, ein Männerballett und ich werde zwischendurch und mittendrin auch ein wenig durch die Gegend musizieren. Hervorragendes Bier läuft aus dem Hahn, ab ca. 21:00 Uhr bin ich da.
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Tipp: Audiophiles Erlebnis der Extraklasse für jedermann
Geschrieben von theiresias - 13. Juni 2010
Seit einigen Jahren experimentieren die Rundfunkanstalten im Hörspiel wieder verstärkt – wenn auch noch immer zu wenig – mit einer akustisch mehrdimensionalen Inszenierung der Stücke. In Krimi, Abendteuer oder Science Fiction Hörspielen wird vermittels von 5 Lautsprechern versucht, akustische Räume zu evozieren, durch die U-Boote fahren (z. B. 20.000 Meilen unter den Meeren) oder Elfen schweben (z. B. Artemis Fowl). Die zweite Strömung besteht darin, ohne großes Spektakel, das gesprochene Wort, neu erlebbar zu machen, in dem beispielsweise, ein Sprecher gewissermaßen an eine ganz bestimmte Position im Raum gestellt wird. Die Richtung ist somit eine bedeutungstragende Dimension.
Zu diesem Schritt haben sich die Rundfunkanstalten erst entschlossen, als sich digitale Satelitenanlagen in der Bundesrepublik rapide verbreiteten und immer mehr Leute sich so genannte 5.1-Surroundsysteme anschafften.
Oder sagen wir es anders: Man hatte eine Zeit lang, den Raumklang ad acta gelegt. Denn bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts, interessierten sich die Hörspiel Regisseure durchaus für die Möglichkeiten des Raumklangs, die ihnen das Radio schon immer bot, und zwar das simple Stereogerät, welches überall herumsteht. Einzige Voraussetzung: Die Hörerin bzw. der Hörer müssen die Lautsprecher direkt am Ohr haben, also einen Kopfhörer tragen. So lässt sich mit Hilfe der so genannten Kunstkopf-Stereofonie Raumklang erzeugen. Da bei diesem Verfahren wirklich nur mit zwei Mikrofonen aufgezeichnet werden kann, ist es in der Produktion ein Wagnis. Alle Beteiligten müssen genau wissen, was sie tun. Steht beispielsweise eine Sprecherin falsch, dann lässt sich der Fehler in der Nachbearbeitung nicht mehr beheben (heut kaum vorstellbar).
Einige mutige RadiomacherInnen ließen sich auf das Wagnis ein und produzierten eine überschaubare Zahl an Hörspielen mit dieser Technik. Digitalisierung hin oder her, diese Klangereignisse sind auch heute noch erfahrbar, gleich ob Sie über Antenne, Satellit oder Internet Radio hören. Einzige Voraussetzung: Sie müssen einen Kopfhörer benutzen.
Heute Abend sendet HR 2 um 22:00 Uhr eine Hörspielbearbeitung eines der berühmtesten inneren Monologe der Literaturgeschichte. Schnitzlers “Leutnant Gustl” … in Kunstkopf-Stereofonie.
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