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die dinge mit den augen des blinden sehers

Archiv für die Kategorie ‘Kapitalistische Aktivitäten’

Rettet die Warenhäuser

Verfasst von theiresias am 10. Juni 2009

Schließt Ebucht und Azamon die digitalen Türen und kauft lieber teuer bei Karlstadt. Denn was tun ohne Warenhäuser? Außerdem, Euer Mitleid kann sich das demnächst freigesetzte Personal an den Hut schmieren.

Eine andere Frage, werte Leserin, werter Leser: Haben Sie kürzlich einmal versucht, in irgendeiner der blühenden Innenstädte eine Dichtung für ihren Wasserhahn, ein Ausflusssieb, einen Hemdknopf oder ein Bügelbrett zu kaufen? Ist ihnen noch nie während des Frühjahrsputzes der Staubsauger verreckt oder lassen Sie den Dreck einfach liegen, bis sie das Geld an ihren Ebucht-Verkäufer überwiesen haben und dieser geruht, ihnen das superbillige Saugerschnäppchen 3 Tage später auch mal zu schicken? Brauchten Sie noch nie auf den letzten Drücker eine Badehose mit der man sich am Strand auch sehen lassen kann?
Wenn Ihnen diese oder ähnliche Szenarien unbekannt sind, dann können Sie Theiresias nicht verstehen. In Kürze werden die Hertie-Filialen dichtgemacht. Früher hieß Hertie in Minden an der Weser, hier verlebte Theiresias seine Kindheit, mal Karstadt. Die Filiale war jedoch zu klein, also wurde sie – wie viele andere – in Hertie umbenannt, um dann verramscht werden zu können, so dass man nun letztendlich den Laden einstampfen kann. Unvorstellbar, die ganze Jugend des blinden Sehers hätte ohne dieses Warenhaus nicht funktioniert
Nun will Theiresias hier in keine Kaufhausromantik verfallen. Im Gegentum. Er selbst scheut sogar oft den Gang zum Karlsruher Karlstadt, da er sich in dem verwinkelten Gebäude und den unterirdischen Katakomben regelmäßig verirrt und entweder fluchend oder nur unter dem Geleit eines freundlichen ihm bis dato völlig unbekannten Wesens das Tageslicht wieder erblickt. Trotz dieser Widrigkeiten empfindet er es als ein Stück Lebensqualität im Zentrum einer Stadt ein Warenhaus zu haben, durch das er auf dem Nachhauseweg nur mal ein wenig irren muss, um abends wieder Bügeln und am kommenden Morgen wieder anständig duschen zu können. Und deswegen gibt er hier auch gerne mal 2 Euronen mehr für eine CD, 15 Euronen mehr für einen Staubsauger und geschlagene 30 Euronen für eine Badeshorts hin.
Am Freitag wird Theiresias wieder zu Karlstadt laufen und sich neu einkleiden. Er braucht dringend eine neue Krawatte und ein neues Shirt, beides mit Pinguinmotiven bitte.

Schließt Ebucht und Azamon die digitalen Türen und kauft lieber teuer bei Karlstadt. Denn was tun ohne Warenhäuser? Außerdem, Euer Mitleid kann sich das demnächst freigesetzte Personal an den Hut schmieren.

Eine andere Frage, werte Leserin, werter Leser: Haben Sie kürzlich einmal versucht, in irgendeiner der blühenden Innenstädte eine Dichtung für ihren Wasserhahn, ein Ausflusssieb, einen Hemdknopf oder ein Bügelbrett zu kaufen? Ist ihnen noch nie während des Frühjahrsputzes der Staubsauger verreckt oder lassen Sie den Dreck einfach liegen, bis sie das Geld an ihren Ebucht-Verkäufer überwiesen haben und dieser geruht, ihnen das superbillige Saugerschnäppchen 3 Tage später auch mal zu schicken? Brauchten Sie noch nie auf den letzten Drücker eine Badehose mit der man sich am Strand auch sehen lassen kann?

Wenn Ihnen diese oder ähnliche Szenarien unbekannt sind, dann können Sie Theiresias nicht verstehen. In Kürze werden die Hertie-Filialen dichtgemacht. Früher hieß Hertie in Minden an der Weser, hier verlebte Theiresias seine Kindheit, mal Karstadt. Die Filiale war jedoch zu klein, also wurde sie – wie viele andere – in Hertie umbenannt, um dann verramscht werden zu können, so dass man nun letztendlich den Laden einstampfen kann. Unvorstellbar, die ganze Jugend des blinden Sehers hätte ohne dieses Warenhaus nicht funktioniert

Nun will Theiresias hier in keine Kaufhausromantik verfallen. Im Gegentum. Er selbst scheut sogar oft den Gang zum Karlsruher Karlstadt, da er sich in dem verwinkelten Gebäude und den unterirdischen Katakomben regelmäßig verirrt und entweder fluchend oder nur unter dem Geleit eines freundlichen ihm bis dato völlig unbekannten Wesens das Tageslicht wieder erblickt. Trotz dieser Widrigkeiten empfindet er es als ein Stück Lebensqualität im Zentrum einer Stadt ein Warenhaus zu haben, durch das er auf dem Nachhauseweg nur mal ein wenig irren muss, um abends wieder Bügeln und am kommenden Morgen wieder anständig duschen zu können. Und deswegen gibt er hier auch gerne mal 2 Euronen mehr für eine CD, 15 Euronen mehr für einen Staubsauger und geschlagene 30 Euronen für eine Badeshorts hin.

Am Freitag wird Theiresias wieder zu Karlstadt laufen und sich neu einkleiden. Er braucht dringend eine neue Krawatte und ein neues Shirt, beides mit Pinguinmotiven bitte.

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Supermarkt des Grauens

Verfasst von theiresias am 24. September 2008

Als ökologisch und ökonomisch und überhaupt bewusster Konsument kauft Theiresias nicht nur in einem Supermarkt, sondern nimmt bestimmte Produkte in ganz bestimmten Häusern ab. Äpfel, Kartoffeln, Zwiebeln, Eier Wein und jungen Wein kauft Theiresias derzeit beim Pfälzer seines Vertrauens Nr. 2. Der Pfälzer seines Vertrauens Nr. 1 ist Wirt und Koch der Gaststätte Giebelstuben, in der Theiresias gerne nach getaner Arbeit und einem kleinen Abendspatziergang so gegen 10 auf ein Gläschen neuen Wein oder einen Giebelsalat einkehrt.
Gestern brauchte Theiresias u. a. Cornflakes, Klopapier, Ketchup und Müllbeutel, was ihn dazu bewog, den REWE-Markt an der Neuen Messe in Rheinstetten aufzusuchen. Die Warenkette wird hier bewusst genannt und sehr bald wird sich herausstellen, dass dies keine Werbung wird.
Den Beileidsprügel teilte Theiresias wie immer in der Mitte und hängte ihn lässig über den Griff des Einkaufswagens. Alsdann schob er schwungvoll in die Konsumhalle und bog wie gewohnt rechts ab. Nach einigen Momenten begriff er, dass irgend etwas falsch war. Ihm gegenüber stand eine Schlange von Leuten und als er den Blick scharf nach rechts wandte erspähte das linke Auge das verdutzte Gesicht einer Kassiererin. Offensichtlich hatte man den kompletten Markt umorganisiert.
Theiresias zog rückwärts ab, wendete ob des großen Publikums gekonnt über Backbord und landete nun in der Gemüseabteilung. Also alles wie früher. Ein Trugschluss. Denn was hätte es auch für einen Sinn, einen Supermarkt komplett zu spiegeln, es sei denn irgendwelche hirnverbrannten Feng-Shui-BeraterInnen hätten ihre esoterischen Schmutzfinger im Spiel.
Wo steht das Toastbrot? Wieso liegt das Toilettenpapier vor dem Wein? Warum liegen die Cornflakes und Müsliprodukte in zwei Regalen, die durch einen quer verlaufenden Gang getrennt werden?
Diese Fragen kamen Theiresias nicht leicht ins Hirn. Um sie zu stellen, bedurfte es weitreichender Recherche- und Erkundungstätigkeiten. Erschwert wurde das Ganze dann immer durch dieses unangenehme Supermarkt-Werbegequatsche. Und so fragte sich Theiresias nun auch noch die ganze Zeit, ob die Dame, die da jetzt den REWE-Slogan spricht tatsächlich Kathrin Bauerfeind, Ex-Ehrensenfmoderatorin und ARD-Vertretungsmoderatorin, ist. Irgendwann ging sie mir, wie schon damals bei Ehrensenf, mit ihrem dusseligen Gequatsche auf die Nerven und ich beschloss, sie sei es, nur um ein Feindbild zu haben. Denn den Verantwortlichen für die Neuorganisation des Supermarktes hatte ich schon lauthals des Landes, nein der EU verwiesen. Dies wiederum führte dazu, dass ich mich fragte, was denn nun sei, wenn er gar nicht aus der EU wäre. Und warum überhaupt er? Traute ich Frauen ein solch geplantes Chaos nicht zu? Und ist solch eine Annahme frauenfeindlich oder freundlich. Nachdem ich das Areal ungefähr sieben mal durchkreuzt hatte, begab ich mich laut „Bloß raus hier!“ rufend zur Kasse. Nahm noch zur Kenntnis, das die Gefriertruhen jetzt kurz vor der Kasse stehen und zahlte nun noch die mühsam erworbenen Konsumgüter. Und dann auch noch das: Den Platz zum Einpacken haben sie verkleinert, um so einen dusseligen Pfandflaschenautomaten aufzustellen.
Und da kam mir eine Folge des Podcasts Stefans Welt ins Hirn gekrochen in der über einen barrierefreien REWE-Supermarkt berichtet wurde.

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Ich bin so glücklich

Verfasst von theiresias am 22. November 2007

Gestern hat mir mein Buchdealer die korrekte Version des DUDEN-Korrektors übergeben.

Verpackung des Duden Korrektors für OpenOffice.org

Und dann das:

Fehlermeldung des Korrektors

Tja saubere Programmierleistung. Mal schauen was die Hotline dazu sagt. Heute abend um 18:00 hatten die natürlich schon Feierabend.

PS: Meine Versuche beschränken sich derzeit ausschließlich auf Windows XP.

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