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die dinge mit den augen des blinden sehers

Archiv für die Kategorie ‘Computer’

„Wenn Kabel, dann aus der eigenen Schüssel.“

Verfasst von theiresias am 14. November 2008

Nein dieser Satz ist nicht von Theiresias, er stammt entweder von Frieda oder Annelise, die dereinst vor Urzeiten das Frühstyxradio bei Radio-FFN bereicherten. So blödelnd er damals gemeint sein mochte, so wahrheitsschwer wiegt er doch heute.

Vor ein paar Tagen „modernisierte“ der Kabelnetzbetreiber unsere hausinterne Anlage. Sie nennen das jetzt „Multimediaanschluss“. Letztendlich bedeutet dies nichts anderes, als dass man neben TV und Radio analog und digital (soweit lief das vorher auch schon) jetzt auch über das Kabelnetz (mit zugegeben gigantischer Geschwindigkeit durchs Netz surfen kann. Die Modernisierung bestand also darin, jede Wohnung des Hauses eindeutig adressierbar zu machen, denn wer surfen will braucht nun mal eine Internet Protokoll-Adresse.

Doch wie verwegen waren Theiresias Hoffnungen, jetzt würden auch einige grundlegende Mängel im Kabelnetz beseitigt. Diese lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: Paketverlust. Als Theiresias analoger Radioempfänger vor geraumer Zeit den Geist aufgab, holte er sich auf Ebay einen digitalen Empfänger. Seit einigen Monaten empfängt er dadurch alle Radiowellen der ARD, Fernsehen Privat und Öffentlich Rechtlich sowieso in der so hoch gerühmten digitalen Qualität, was auch immer das sein soll. Bei Lichte besehen ist der DVB-C-Standard, vermittels dessen die Audio- und Videosignale durch die Netze gejagt werden, eine absolute Flickschusterei und technisch vollkommen veraltet. Trotzdem sollte es damit möglich sein, verlustfrei Radio und Fernsehen auszuliefern. Dem hiesigen Kabelnetzbetreiber gelingt dies jedoch nicht. Da kann es schon mal passieren, dass bei einem wunderschönen Klavierabend, den Deutschlandradio Kultur dankenswerterweise ausstrahlt, einfach mal ein paar Sekunden fehlen und stattdessen ein nervtötendes Knirschen bzw. Knacksen zu hören ist. Was passiert da?
Die analogen Audiosignale werden digitalisiert, also in Nullen und Einsen umgewandelt. Diese werden in Pakete geschnürt und durch das Kabelnetz geschickt. Der Empfänger greift diese Signale ab und das Empfangsgerät macht daraus wieder Musik. Wenn nun aber ein Paket verloren geht, was soll das arme Empfangsgerät da machen? Es kann nur Knirschen und Knacksen.

Der DVB-S Standard funktioniert ähnlich. Erstaunlicherweise hat man es hier geschafft, dem Paketverlust Herr zu werden. Davon konnte ich mir bei unzähligen Gelegenheiten ein akustisches Bild machen. Über Satellit macht Radio wirklich Freude, man kann, das entsprechende Equipment vorausgesetzt, manche Konzerte und Hörspiele sogar im Raumklang empfangen.
Nur die tollen Kabelnetze kriegen das nicht hin.

Was den heutigen Klavierabend angeht, bin ich inzwischen auf den Hochwertigen OGG-Vorbis-Stream des Deutschlandradios umgestiegen. Wenn schon IP, dann aber richtig. Jetzt sitze ich halt mit einem guten Kopfhörer, der in eine exzellente Soundkarte eingestöpselt ist, vor dem Computer.

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Opera is back

Verfasst von theiresias am 11. Oktober 2008

Manchmal sind Softwareupgrades eine lästige Angelgenheit. Erschwerend kommt hinzu, dass Theiresias trotz des Betriebs eines Propaganda-Blogs immer noch mit einem Betriebssystem von vorgestern arbeitet (Windows XP SP 3) und dementsprechend auch einen uralten Screenreader einsetzt (Blindows 3.3). Daher ärgerte er sich auch, dass diese unheilvolle Software-Kombination die Benutzung des Browsers Opera 9.5 verhinderte. Mit Opera 9.5 hätte Theiresias sich blind durchs Web bewegen müssen, da kein Textcursor (weder in Adressleiste noch Eingabefeldern) verfolgt wurde. Umso mehr freut es Theiresias, dass dies mit Opera 9.6 nun wieder möglich zu sein scheint. Accesabilitymäßig ist also alles wieder wie damals. Damit ist Opera für den blinden Webseher wieder die Nr 1.

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SightCity 1: Ein Messerückblick

Verfasst von theiresias am 16. Mai 2008

Das mediale Lamentoso zu den regelmäßigen Technikschauen wie CeBIT (Zentrum für Büro- und Informationstechnologie) und IFA (Internationale Funkausstellung) ist gleichsam einhellig wie langweilig: Es gebe ja kaum noch etwas neues zu entdecken, keine wirklichen Innovationen. Auf der SightCity in Frankfurt bestand durchaus die Gefahr, diesem Eindruck auch zu erliegen, wenn man sich von dem üblichen Werbegehabe der Platzhirsche anziehen ließ, wenn nicht, dann gab es in der Tat sehr viel innovatives zu entdecken. Die SightCity, die seit 2003 jährlich in Frankfurt stattfindet, versteht sich als Fachmesse für Sehbehinderte. Das Gros der Austeller bilden die Hersteller und Vertriebsfirmen elektronischer Sehhilfen, Lesesysteme, Braillezeilen und Screenreader (Bildschirmleseprogramme). Vermehrt finden aber auch Optiker und Hersteller optischer Sehhilfen auf die Messe. Den ergonomischen Tisch passend zum neuen Computerarbeitsplatz kann man inzwischen auf der SightCity ebenfalls aussuchen.
Zu den diesjährigen Höhepunkten der Messe, die vom 07. bis zum 09. Mai stattfand, gehörte sicherlich ein Mobiltelefon, das Bücher oder andere beliebige Dokumente vorliest, Vergrößerung, Sprach- und Brailleausgabe für das Apple-Betriebssystem und ein Bildschirmlesegerät mit hochauflösendem Bild. Immerhin drei Innovationen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Ausschließliche Bedienung des Mainstreams ist keine Grundversorgung!

Verfasst von theiresias am 7. April 2008

Werte WDR4-Verantwortliche,

ich wurde u. a. durch Ihr Programm musikalisch sozialisiert. Wunderlicher Weise habe ich dadurch keinen bleibenden Schaden davon getragen. Geblieben ist die Liebe zum Schlager und zum Easy Listening, das ich keinesfalls auf die leichte Schulter nehme. Daher bin ich regelmäßiger Hörer Ihrer Sendung Go Götz Go. Sehr zu loben ist die Internationalität dieser Sendung. Spielen Sie doch nicht nur den üblichen weichgespülten Mainstream, den Sie zum Großteil vor 20 Uhr von sich geben, sondern wagen diverse Blicke über den musikalischen Tellerrand. Natürlich liegt dies an der von Herrn Alsmann getroffenen Auswahl. Sehr erfreut war ich auch, als ich die Sendung nun endlich in ansprechender Klangqualität (MP3 128 kb/s 44.1 Hz Stereo) über das Internet auf meiner Stereoanlage hören konnte. Rügen muss ich folgendes:

Screanshot der WDR4-Internetseite

Ein Blick auf Ihre Internetseite, auf der Sie großspurig ankündigen, die Titel und Interpreten der gesendeten Musikstücke einsehen zu können, straft sie einer schlampigen redaktionellen Betreuung der Sendung Go Götz Go. Denn gerade die unbekannten Titel, die evtl. teilweise nicht mehr ohne weiteres im Handel zu erwerben sind, kann man bei Ihnen nicht recherchieren. Wäre es in diesem Fall, quasi jenseits des Mainstreams, nicht besonders wichtig? Zählt nicht gerade diese Sendung zur Sicherung der kulturellen Vielfalt und ist damit Grundversorgung im eigentlichen Sinne? Sollte ihr deshalb nicht die gleiche Sorgfalt, Pflege und Betreuung zugute kommen, wie Ihren anderen Sendeformaten, die qualitativ zum Großteil hinter Alsmanns Format zurückbleiben?

Äußerst verwirrt und hin- und hergetrieben zwischen Ihrer Wirklichkeit und Ihrem Anspruch Hochachtungsvoll Theiresias

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Wo sind Michael Stein und Philip Banse?

Verfasst von theiresias am 5. März 2008

Während der vergangenen beiden CeBITs berichteten und reportierten sie nach bester Hörfunkmanier von dieser Messe, die für den Bewohner einer Kathedrale des technischen Fortschritts einfach ein Muss ist. Sie ließen Theiresias vor Ort sein, obwohl er nicht vor Ort war. Ich bekenne es offen: Ich war Fan der Internetsendungen von Philip Banse und Michael Stein. Ersterer bot seinen Podcast über Handelsblatt.com an, letzterer über SWR 2, wo er das Format „Welt am Draht“ in der Reihe „SWR 2-Wissen“ verantwortet.
Bleibt Theiresias nur der „Computerclub 2“, doch die erste zehnminütige Fernsehsendung stimmte auch nicht gerade optimistisch (um nicht zu sagen, sie wäre grottenschlecht gewesen). Dann gibt es da noch einen Vodcast von einem Redakteur aus der „Neues-Redaktion“ (3sat). Das sprachliche Niveau ist indiskutabel, die Technik schlecht, die Herangehensweise zumindest teilweise innovativ. Letztändlich wäre da noch „PC-Welt-TV“, ein billiger Internetwerbekanal. Außer einer affirmativen Produktschau findet hier während der CeBIT nichts anderes statt – zumindest bis jetzt.

Ach, früher war alles besser.

 

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DUDEN-Korrektor zum xten

Verfasst von theiresias am 27. November 2007

Geschafft! Er läuft, der Korrektor. Und schuld war der Fehlkauf nebst verpfuschter Deinstallationsroutine. Das ist unter Windows wirklich ärgerlich. Warum können die Programmentwickler nicht anständige Deinstallationsroutinen schreiben? Ein Anruf bei der Hotline half wenigstens weiter.

Für alle, die mit ähnlichen Problemen kämpfen: In den Anwendungsdaten zu OpenOffice legt der Korrektor ein ominöses Verzeichnis mit dem Namen „doos“ an. Dieses sucht man sich am besten mit der Windows-Suchfunktion (Windowstaste + F). Nach Fund von der Platte putzen.

Nun auf in den Registrierungseditor (Windowstaste + R, dann „regedit“ eingeben). Auch hier nach „doos“ suchen. Danach die Funde löschen.
Jetzt muss man den DUDEN-Korrektor für OpenOffice 4.0 noch mal installieren. Tja, und dann sollte er laufen.

Korrektor mit OpenOffice.org

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Ich bin so glücklich

Verfasst von theiresias am 22. November 2007

Gestern hat mir mein Buchdealer die korrekte Version des DUDEN-Korrektors übergeben.

Verpackung des Duden Korrektors für OpenOffice.org

Und dann das:

Fehlermeldung des Korrektors

Tja saubere Programmierleistung. Mal schauen was die Hotline dazu sagt. Heute abend um 18:00 hatten die natürlich schon Feierabend.

PS: Meine Versuche beschränken sich derzeit ausschließlich auf Windows XP.

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Vom Suchen und Finden

Verfasst von theiresias am 17. November 2007

Kennen Sie Elgars “Vesper Voluntaries” (op. 14)? Ich bis vor ein paar Monaten auch nicht. Dann kaufte ich eine CD mit dem Titel “Elgar Orgelwerke” und da waren diese kleinen netten Stückchen drauf.
Das wäre einmal was für den Abendgottesdienst. Also strebte ich danach, das Notenmaterial zu beschaffen. Gesagt, nicht getan. Der Musikalienhandel meines Vertrauens (Floskel) konnte das Stück in seinen Katalogen nicht auftreiben. In einem deutschen Online-Versand war die einzige Ausgabe vergriffen. In der Landesbibliothek kopieren? Ich bitte Sie, das darf man nur zu studienzwecken. Ich will die Stücke aber zu Gehör bringen. Außerdem ist, was viel schlimmer ist, das Format der Elgar-Gesamtausgabe kopierunfreundlich.
Heute haben Metager.de und ich uns der Sache nochmal angenommen. Dabei stießen wir auf einen Online-Noten-Dealer. Der mir das dünne Heftchen für sage und schreibe 36 € überließ (inklusive Versand). Mal schauen, wann es die Post bei mir hinterlegt. Immerhin kommt die Sendung aus dem Vereinigten Königreich.

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