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	<title>Kommentare zu: Die schweigende Mehrheit redet</title>
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	<description>die dinge mit den augen des blinden sehers</description>
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		<title>Von: ephemeridenzeit</title>
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		<dc:creator>ephemeridenzeit</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jan 2008 22:23:09 +0000</pubDate>
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		<description>Wieviele Politiker haben für sich schon die &quot;schweigende Mehrheit&quot; reklamiert; vor allem solche, denen es ansonsten an Argumenten fehlt und denen die &quot;Mitte&quot; auch nicht so sehr folgen mag. Die Ephemeridenzeit fragt sich allerdings: Wie kann man wissen, was Schweigende wollen? Wenn sie es sagen, sind sie keine Schweigenden mehr. Und wenn sie es nicht sagen, ist es kein Wissen, nicht einmal Vermutung, es ist einfach Kaffeesatzleserei - oder eben Instrumentalisierung eines Schlagworts.

Leider ist das, was der Deutschlandfunk zusammengestellt hat, eben nicht die hirnlose Ausgeburt von &quot;Schweigenden&quot;. Sie verschaffen sich tausendfach eine Stimme und geben das wieder, was man ihnen einflüsterte. Antisemitismus, nachgeplapperter Minderheitenhass, Obrigkeitshörigkeit gehören zu ihrem Standardrepertoire, weil sie uninformiert genug sind, um formbar zu bleiben, weil sie fantasielos genug sind, um ihre Alltagshetze nicht zu Ende zu denken und weil sie unselbstständig genug sind, um immer dann Hurra oder Pfui zu rufen, wenn es ihnen einer vormacht.

Würden sie schweigen, wäre es keine Mehrheit, für die sich irgendjemand interessierte. So aber ist die latente Wühlarbeit von vielen Nadelstichen, von Vorurteilen, Gerüchten und halbfertigen Meinungen das Potenzial, von dem die Braunen schon immer schlürften...

...Koch zum Gruße
Die Ephemeridenzeit</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wieviele Politiker haben für sich schon die &#8222;schweigende Mehrheit&#8220; reklamiert; vor allem solche, denen es ansonsten an Argumenten fehlt und denen die &#8222;Mitte&#8220; auch nicht so sehr folgen mag. Die Ephemeridenzeit fragt sich allerdings: Wie kann man wissen, was Schweigende wollen? Wenn sie es sagen, sind sie keine Schweigenden mehr. Und wenn sie es nicht sagen, ist es kein Wissen, nicht einmal Vermutung, es ist einfach Kaffeesatzleserei &#8211; oder eben Instrumentalisierung eines Schlagworts.</p>
<p>Leider ist das, was der Deutschlandfunk zusammengestellt hat, eben nicht die hirnlose Ausgeburt von &#8222;Schweigenden&#8220;. Sie verschaffen sich tausendfach eine Stimme und geben das wieder, was man ihnen einflüsterte. Antisemitismus, nachgeplapperter Minderheitenhass, Obrigkeitshörigkeit gehören zu ihrem Standardrepertoire, weil sie uninformiert genug sind, um formbar zu bleiben, weil sie fantasielos genug sind, um ihre Alltagshetze nicht zu Ende zu denken und weil sie unselbstständig genug sind, um immer dann Hurra oder Pfui zu rufen, wenn es ihnen einer vormacht.</p>
<p>Würden sie schweigen, wäre es keine Mehrheit, für die sich irgendjemand interessierte. So aber ist die latente Wühlarbeit von vielen Nadelstichen, von Vorurteilen, Gerüchten und halbfertigen Meinungen das Potenzial, von dem die Braunen schon immer schlürften&#8230;</p>
<p>&#8230;Koch zum Gruße<br />
Die Ephemeridenzeit</p>
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